Bilder, Bilder, Bilder

Ich lebe noch, bin aber (da endlich aus Toronto raus) massivst am Reisen. Ich hätte viel zu erzählen, viel zu planen (wie geht es mit dem Blog weiter?), aber weil ich mich kenne: Lieber Inhalt als heiße Luft. Ergo: Bilder! Viele davon! Die Thumbnails sind vorerst wohl erstmal gefixt – angenehm. Die Bilder sind innerhalb der einzelnen Galerien chronologisch sortiert.

Um Weihnachten herum – und meine Kollegen im Muffinshop

Toronto bei Nacht

Das erste Mal, dass ich Toronto Bilder aufgenommen habe, die mir gefallen. Einige davon werden sicherlich später ihren Weg in mein Buch finden.

Toronto Marlies – Hockey!

Wahrlich nichts spannendes hier – nur mein erstes kanadisches Hockey-Match (als Zuschauer verständlicherweise).

Québec

Übermorgen geht’s schon weiter (Halifax, oder vielleicht Saint John’s – wird sich zeigen), aber Schnee gibt es hier en masse! Aufgrund der wahrlich frostigen Temperaturen kaum Bilder, da frieren einem die Finger ab!

Vielleicht lade ich irgendwann noch die Weihnachtsparadenbilder hoch (und wenn sie noch so unspannend sind).

Santa Claus already came to Town

Im Hintergrund dudelt die Weihnachtsmusik und auch sonst stehen alle Zeichen auf Weihnachten. Kein Wunder, es sind schließlich nur noch 11 Tage bis das Christkind, äh, ich meine natürlich Santa Claus einkehrt und Geschenke verteilt!

Ich denke ich habe es mittlerweile schon oft genug gesagt, aber es ändert nichts an der Wahrheit der Worte: Die Zeit rast. Das letzte Mal als ich darüber nachgedacht habe wie lange ich eigentlich schon hier bin waren es ziemlich genau 6 Monate, jetzt sind es schon fast mehr 7! Der Windrabe (mit neuem Eintrag) macht sich schon in weniger als einem Monat auf, zurück in heimische Gefilde. Und für mich fühlt es sich trotz meiner verbleibenden Zeit ähnlich an.

Der Winter hat nun endgültig Einzug gefunden, mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt (mit Windchill ging es auf die -20° zu) und dem ersten Schneesturm der Saison. Bei diesem Wetter macht das verteilen von Zeitungen auf der Straße natürlich nicht mehr so viel Spaß, aber mit 5 Schichten Oberteilen (und zwei Paar Hosen) hält man die knapp 3 Stunden doch irgendwie durch. Gut funktionierende Handwärmer habe ich bislang aber noch nicht gefunden.

Das Leben im Hostel geht seinen gewohnten Gang: Leute kommen, Leute gehen, mal wird einer rausgeschmissen, aber alles in allem bleibt es manierlich. Allerdings habe ich mir für die Weihnachtszeit etwas vorgenommen: Hier soll mal ein bisschen Rollenspiel her! Vor ein paar Tagen sah ich auf einem Tisch die Grundregelwerke (4. Edition) für Dungeons & Dragons liegen. Sofort kam ich mit dem Besitzer ins Gespräch.

Wie tauschten viele Anekdoten aus unseren Spielerkarrieren aus und mir war einfach wieder klar was für ein wundervolles Hobby Rollenspiele eigentlich sind. Ich schaute mich also um und war mir ziemlich sicher: Hier könnte man bestimmt eine Gruppe zusammenbekommen! Da ich mich wirklich mal wieder ans spielen kommen möchte habe ich mir also überlegt eine Gruppe zu leiten. Mit dem Besitzer des Hostels habe ich gesprochen und auch wenn die genaue Planung noch aussteht stehen die Chancen gut, dass ich die Werbetrommel rühren darf und dass es bald eine Einleitung zu halten geben wird.

So ist meine Überlegung nämlich erst mal so viele Leute wie möglich an das Thema heranzuführen und dann zu sehen wer sich für eine Session begeistern lassen kann. Manch Rollenspieler mag sich jetzt fragen “Aber welches System denn nun?” Die Antwort liegt nicht unbedingt nahe, macht aber doch Sinn: Degenesis. Das “Primal Punk” RPG aus Deutschland.

Warum macht es Sinn? Nun, ganz einfach, zum einen gibt es das gesamte GRW zum Download und zum anderen wurde das Einstiegsabenteuer das ich damals schon gespielt habe mittlerweile ins Englische übersetzt. Außerdem halte ich das Setting für wahnsinnig interessant. Wenn auch dunkel (ca. im Jahr 2500 angesiedelt nachdem Asteroiten die Welt mehr oder weniger zerstört haben) denke ich, dass ich potenzielle Spieler zum mitmachen begeistern kann.

So viel aber nun zu meinen Plänen. Was ist seit dem letzten Eintrag passiert? Nun, zum einen hatte ich ja schon angekündigt, dass es Bilder von der Santa Claus Parade geben würde (weiter unten). Zum Hintergrund: Mitte November – in meinen Augen viel zu früh, aber nun gut – gibt es hier in Toronto einen Umzug der auf Weihnachten getrimmt sein soll. Aber nur sein soll, denn faktisch ist es ein riesiger Haufen von Werbung und Clowns.

Ich habe mir erklären lassen, dass das daran liegt, dass die Parade kurz davor war unterzugehen, weil die finanziellen Mittel gefehlt haben. Also wurden Sponsoren gefunden um das Spektakel zu retten. Leider ging damit der weihnachtliche Gedanke vor die Hunde und so sieht man nun “Lego”- und “Barbie”-Wagons durch die Straßen ziehen, davor und dahinter ein paar Clowns, McDonald’s ist natürlich nicht fern. Traurig, aber so ist es nun mal. Ein paar Schaufenster waren wenigstens ansehnlich geschmückt, auch wenn ich mir hab sagen lassen, dass das früher auch besser war.

[Bilder folgen hier wenn die Verbindung es irgendwann mal zulassen sollte sie hochzuladen. Entschuldigung.]

Ansonsten habe ich wenig mit meiner Kamera hantiert, auch wenn ich gerne hätte, die Zeit blieb mir meistens nicht. Dafür war ich vergangenes Wochenende gleich zwei Mal auf dem Eis – mit Schlittschuhen. Und ich habe mich nicht ein Mal langgelegt. Ja, ich bin stolz auf mich. Unter freiem Himmel, mitten in der Innenstadt Torontons (Nathan Phillips Square) wird das ganze dann mit Feuerwerk zu einem richtigen Ereignis!

Ab übernächster Woche bin ich von meinem Zeitungsjob erstmal befreit. Auf der einen Seite heißt das natürlich, dass ich nicht mehr in der Kälte stehen muss, auf der anderen gibt’s dafür natürlich auch keine Knete. Zum Glück habe ich bereits genug angespart um der Trockenstrecke gelassen entgegen zu schauen.

Eine interessante Eigenart ergibt sich hier nebenbei über Weihnachtstage: Der 24. ist ja ein Donnerstag – in Deutschland hätten wir also den Freitag frei, der zweite Weihnachtsfeiertag würde aber als Feiertag für die meisten flachfallen. Anders hier: Am Montag wird nachgefeiert! Selbst wenn der 24. ein Freitag wäre: Montag und Dienstag würden als Feiertage nachgeholt. Ebenso wie die freien Tage voll bezahlt werden. Sehr praktisch!

So viel also erstmal zu diesen Themen! Ich schaue hin und wieder schon einige Fotos an die ich in den letzten Monaten geschossen habe. Ich plane nämlich nach meiner Rückkehr eine Sammlung der besten Fotos zusammenzustellen und sie als Buch binden zu lassen, aber dazu zu gegebener Zeit mehr. Wenn ich es schaffe gibt es schon nächstes Wochenede einen neuen Eintrag, weil dieser hier 3 statt 2 auf sich hat warten lassen. Bis dahin!

Argh! Zombies!

Vor einiger Zeit, es kommt mir wie Jahre vor und vermutlich ist es auch mindestens 2 her, sah ich in einem Fotoblog Fotos vom Toronto Zombiewalk. Kaum hätte ich mir erträumen lassen, dass ich irgendwann einmal selbst die Horden von Untoten erblicken könnte wie sie die Straßen entlang wanken.

Es war ein verschlafener Samstagmorgen, der 24. Oktober um genau zu sein. Nach einer wie üblich anstrengenden Woche lümmelte ich mich Bett herum und überlegte wie ich den Tag verbringen würde. Sean, einer meiner Zimmergenossen kam herein und griff seine Kamera. Ich schaute ein wenig verdutzt drein. „Gibt’s was spannendes zu gucken?“ fragte ich. „Heute ist der Zombiewalk! Ein paar aus dem Hostel gehen hin.“ „Das ist heute?“ Ich setzte mich aufrecht ins Bett „Geht bloß nicht ohne mich los!“

Ein paar Minuten später hatte ich meine Fotoausrüstung geschultert und munter zog unsere Gruppe von 5 Leuten los, den Zombies entgegen. Die Route war bekannt und so wussten wir wo wir den Horden auflauern konnten um sie zu begaffen.

An einer Geraden angekommen positionierten wir uns am Straßenrand, Kameras im Anschlag. Uns waren schon auf dem Hinweg ein paar vereinzelte Untote entgegengekommen und so konnten wir uns schon denken, dass die Verkleidungsvielfalt von grauenerregend gutem kinotauglichem Kostüm zu einem Spritzer roter Lebensmittelfarbe im Gesicht reichen würde.

Dann das erste Polizeiauto in der Ferne, Blaulicht, aber keine Sirene. Der Himmel war grau, ein leichter Wind zog durch die nahezu leere Straße. Die wenigen verbleibenden Blätter an den spärlich gesäten Bäumen raschelten leise in ihren bunten Farben.

„Sie kommen!“ Hinter dem Auto bewegte sich langsam ein Pulk. Halb schwankend, manche gebeugt, andere aufrecht, aber über kurz oder lang in der Masse ein Zombie. Nicht lange dauerte es bis die Massen auf unserer Höhe waren und links und rechts hörte man Auslöser und Spiegelklappern.

Die Atmosphäre war nicht zu verachten, auch wenn einige lachende und telefonierende Zombies das Szenario nicht so real erscheinen ließen wie wir gehofft hatten. Auch war der Pulk doch sehr durchorganisiert, mit Aufpassern hier und dort die Leute von der Straße hielten. Verständlich, aber eine Zombieinvasion hätte anders aussehen können, wir dachten es gäbe vielleicht wirklich einen massiven Klumpen der durch die Straßen fegt, aber so fühlte es sich ein bisschen mehr wie eine Parade, oder ein Umzug an.

Nichts desto trotz gab es einige Zombies und Auftritte zu bewundern die sich viel Mühe gaben auf Halloween einzustimmen dass ja nur ein paar Tage später gefeiert wurde. Nun lasse ich aber die Bilder sprechen, bildet euch eine eigene Meinung (Die Vorschaubilderstellung funktioniert immer noch nicht und ich sehe auch weiterhin keine einfache Lösung für dieses Problem).

Im nächsten Eintrag widme ich mich dann der Santa Claus Parade. Ohne etwas verraten zu wollen, aber das war ein ganz schöner Reinfall ;)!

Toronto (und -Island)

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Das Kalenderjahr jedenfalls, nicht mein Jahr in Kanada, das ist nicht mal zur Hälfte rum. Dass es nun aber doch rasch auf den Winter zugeht merkt man deutlich. Aber besser der Reihe nach…

An anderer Stelle wurde mir gesagt ich solle doch vielleicht erstmal besser mit der Zeit Schritt halten anstatt die alten Einträge nachzuholen und ich denke, die Idee ist gar nicht mal so übel. Wie gesagt werde ich sicher noch das eine oder andere nachholen, aber das ist dann wohl eher für mich um meine Erlebnisse auch im Nachhinein noch mal durchlesen zu können. Für den Moment widme ich mich also lieber dem was seit dem letzten Eintrag passiert ist.

Für mich stellt sich so langsam ein Alltag in Toronto ein. Das ist jetzt aber nichts schlechtes oder so, eher ganz im Gegenteil, das erlaubt es mir nämlich endlich die wenige Freizeit die mir bei zwei Jobs bleibt effektiver zu planen und spannender zu gestalten. Besonders an den Wochenenden kann ich so auch mal was unternehmen und da ich ja nun nicht mehr bettelarm bin kann ich mir die Ausflüge auch einigermaßen leisten.

Vergangene Woche (die Zeit rast so schnell wie noch nie) war ich z.B. auf Toronto Island, einer kleinen Inselgruppe die der Stadt im Lake Ontario vorgelagert ist. Mit eigenem Vergnügungspark für Kinder ist die (Haupt)Insel besonders im Sommer ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Die Fähre kostet hin und zurück $5, was für Toronto sehr bezahlbar ist. Mit einer kleinen Schaluppe ging es für uns dann vom Hafen in nicht einmal 10 Minuten rüber zur Insel.

Uns? Klar, wie das in einem Hostel so ist trifft man immer nette Leute und wie es der Zufall so wollte fragte ich mehr oder minder in den Raum on Toronto Island einen Besuch wert wäre und prompt erfuhr ich, dass 3 Mann aus dem Hostel sowieso übersetzen würden und man mich doch problemlos mit dem Auto mitnehmen könnte – wie praktisch!

Auf der Insel dann angekommen trennten sich unsere Wege und ich tottete mit Kamera querfeldein. Meine Hauptmotivation war es etwas vom bereits schwindenden Herbst mitzubekommen, denn in der Innenstadt (und das ist im Moment überall im Umkreis von 10km) finden sich nicht wirklich Bäume und wenn man dann schon mal was vom “Indian Summer” gehört hat (der hier übrigens ein bisschen etwas anderes bezeichnet) will man eben auch mal bunte Blätter sehen.

Anmerkung: Ich weiß, dass keine Vorschaubilder da sind. Ich kann es leider im Moment nicht ändern. Es hat sich in den letzten Monaten einiges angesammelt was im Blog ziemlich kaputt ist nur leider habe ich dank mieser Verbindung, mangelnder Kontrolle über den Server sowie Zeitknappheit keine Möglichkeit vernünftig einzugreifen. Ich würde unheimlich gerne meinen Provider wechseln, doch im Moment sehe ich dazu leider keine Möglichkeit. Die Bilder sind aber da und wenn ihr sie anklickt bekommt ihr sie auch zu sehen. Entschuldigung dafür, aber es liegt momentan außerhalb meines Einflussbereichs.

Wie man zumindest auf einem Bild sehen kann hatte ich eine Menge Spaß. Das Wetter war genial (die letzten Tage waren zum Teil etwas regenerisch) und so war der Aufenthalt in seiner Kürze sehr genüsslich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch mal zurückkommen werde, besonders da ich mein Stativ nicht dabei hatte und die Aufnahmen in der Dunkelheit gelinde gesagt bescheiden sind – der Ausblick rechtfertigt eine Rückkehr.

Wo ich schon vom Wetter sprach: Heute scheint Toronto mal ganz anderer Meinung zu sein als es die vorangegangenen Tage war. Die Sonne scheint, der Himmel ist strahlend blau, kein Wölkchen weit und breit und als ich einkaufen war hatte ich weder Jacke noch Fleece an, viel zu warm dafür! Angeblich sind es wohl um die 15°. Nachdem das Thermometer zuvor schon deutlich unter 0 gefallen war ist das eine durchaus angenehme Angelegenheit, besonders da das Verteilen von Zeitungen bei Minusgrade nicht gerade mehr Spaß macht.

Für heute ist außerdem noch eine Apartmentbesichtigung geplant. Da ich schließlich nocht für knappe drei Monate hier bleiben werde versuche ich eine etwas komfortablere Unterkunft als das Hostel zu finden. Versteht mich richtig: Das Hostel ist gut und alles, aber das Internet ist immer noch schlimmer als ich zu ertragen bereit bin und naja, es ist eben das Hostelleben – nach einer gewissen Zeit mag man auch mal drauf verzichten (wenn man nicht am reisen ist). So warte ich also auf einen Anruf um loszustürmen.

Der CN Tower wartet immer noch darauf erkundet zu werden und so gut wie das Wetter heute ist sollte ich mir die Chance eigentlich nicht entgehen lassen, mein Stativ packen und gegen Abend ein paar Bilder schießen, aber das ist noch nicht entschlossen. Neben all dem habe ich noch ein paar schöne Aktivitäten gefunden die ich mir in den nächsten Wochen langsam zu Gemüte führen werde.

Nebenher leistet mir mein in Seattle erwobener Nintendo DS mit Flashcard mehr als gute Dienste. Zu meiner Schande habe ich Phantasy Star Ø vorbestellt ($35, schämen sollte ich mich), einfach weil mir schon das anspielen der japanischen Version so eine riesen Freude bereitet hat. An den Abenden bin ich eben meistens zu erschöpft um noch wirklich viel zu reißen. Ein Stündchen zocken geht aber meistens. Im Moment habe ich mir das gute alte Zelda: Link’s Awakening geschnappt (diesmal aber die DX-Version um einen Hauch von Neuem zu spüren) – Richards Truhe ist schon überwunden ;).

Um es also zusammenzufassen: Der Winter rückt näher, ich bin froher Dinge und dieser Eintrag hat keine 3 Monate auf sich warten lassen und hatte sogar Bilder (die sehr schmerzhaft hochzuladen waren).

Überfällig im Quadrat.

Ich bin nicht ganz so tot wie man glauben möchte… Jedoch gebe ich voller Schande zu, dass ich seit Ewigkeiten nichts mehr geschrieben habe. Dem schaffe ich hiermit wenigstens ein bisschen Abhilfe. Aber nicht mit dem Eintrag den ich seit Monaten schuldig bin, sondern mit frischem Material, denn sonst kommen wir ja doch nie voran!

Was also geht ab, dass ich wie vom Erdboden verschwunden bin? Naja, ich hatte eine Menge um die Ohren! Die Kurzfassung ist, dass ich jetzt in zwei Jobs arbeite die mich recht stark beanspruchen und ich ständig auf Achse bin, oder wenn nicht das, dann am schlafen.

Aber holen wir alles mal in Kurzform auf:

Das letzte Mal als man von mir las war ich in Edmonton. Rückblickend kommt mir das tatsächlich wie eine Ewigkeit vor! Vielleicht liegt es daran, dass es eine ist. Wie dem auch sei, Edmonton also. Nicht lange nach dem letzten Eintrag verließ ich (wie dort angekündigt wenn ich mich recht entsinne) die Stadt um mich mit meinem guten, viel erwähnten und scheinbar viel verlässlicher bloggenden Freund Rabanus zu treffen – in Banff, von dem er Abschied nahm.

In Edmonton also in den Greyhound, über Calgary nach Banff um durch einen Sturm gefahren Hallo zu sagen. Gut, nicht nur Hallo, nein, viele, viele Worte wurden gewechselt und die Freude war allerseits. Mit dem Bus also weiter nach Vancouver. In Vancouver angekommen ein wenig im Nu geschlemmt (ich meine berichtet zu haben… alter Vancouver-Eintrag), geschlafen und dann ab nach Seattle. PAX!

PAX (Penny Arcade Expo) war ein großer Spaß. Ich habe mir einen Nintendo DS zugelegt, wir haben viele interessante Leute getroffen oder wenigstens gesehen und uns im Geekvana heimelig gefühlt. Rabanus hat sogar ein Foto mit… wie hieß er doch gleich… Dominic Amato (?) erhaschen können – dem Synchronsprecher von Guybrush Threepwood aus Monkey Island. Jaaa, ich weiß, das ist toll, nur mir gab es nichts (wohingegen es einer seiner glücklichsten Tage war – Eigenaussage!).

Nach der PAX mit der Fähre nach Victoria, der verschlafenen Hafen- und Hauptstadt British Columbias. Dort eine Woche verbracht, in Icewind Dale Monster verprügelt, in der Stadt ein bisschen umgeschaut und dann ins Ungewisse! Wir fuhren per Anhalter von A nach B, machten viele interessante Bekanntschaften, wurden nicht erstochen oder beraubt (auch wenn viele diese Sorge hegen und hitchhiken in Kanada teilweise verboten ist) und kamen dann nach einer gewissen Zeitspanne in Tofino an.

Tofino? Klingt nach Toffifee? Ja, ein bisschen, ist aber eine Stadt die vor Hippies nur so wimmelt. Wwir haben auf Vancouver Island über 50 (fünfzig!) VW-Busse in nicht mal 3 Wochen gesehen. Und wir haben bei 50 aufgehört zu zählen, es waren danach noch weit mehr. Jedenfalls wohten wir dort quasi mit einem gewissen Dylan zusammen – er in seinem Anhänger, wir in unseren Zelten auf einem Zeltplatz. Wir hatten tolle Abende, wilde Abenteuer und eine Menge Spaß!

Wieder per Anhalter wollten wir dann endlich die große Wandertour packen die wir so lange geplant hatten. Das liebe Geld, oder eher dessen Mangel verhagelte uns den Nootka Trail und so entschieden wir uns für eine billigere Variante: Die Della Falls! Auf unserem Weg von Victoria nach Tofino kamen wir durch eine kleine Stadt namens Port Alberni und weil uns das Hostel und ganz besonders die Leute darin so gut gefielen machten wir uns dorthin zurück.

Angekommen wurden wir so warm empfangen wie es nur geht. Fat Salmon in Port Alberni? Yes please! Eines der gemütlichsten Hostels die es gibt. Privater Besitz, die Familie wohnt im Keller und alleine das Herangehen an die Regeln: “Wir sagen euch was ihr gerne machen könnte, nicht was verboten ist – das macht nämlich keinen Spaß.” Mit tatkräftiger Unterstützung fanden wir so eine Gelegenheit den Trip für lachhafte $35 pro Person zu machen.

Fünf Tage Wildnis folgten. Am ersten wurde Kanu gefahren, am zweiten gewandert, der dritte und vierte Tag sahen sehr ähnlich aus und am letzten paddelten wir munter zurück. Die Della Falls sind mit über 400m die höchsten in ganz Nordamerika. Sehr schmal, deshalb nich so beeindruckend wie die Niagara Fälle (die ich immer noch sehen muss, jetzt wo ich in Toronto bin), aber trotzdem monumental und atemberaubend.

Hier trennten sich des Rabens und meine Wege dann – er mit dem Greyhound gen Osten nach Winnipeg (Stratovarius, Konzert) und ich… ja und ich saß in Port Alberni. Nach all dem packen, reisen, wandern, Leute treffen, Erlebnisse erleben und wuseln brauchte ein paar Tage meine Ruhe. Also entschloss ich mich für das Hostel zu arbeiten und meinen Aufenthalt damit zu finanzieren, denn: So langsam ging mir das Geld aus! Nach ein paar Tagen dann mein Entschluss: Weiter muss es gehen und zwar richtig! Da ich den Westen ja nun in 4 Monaten doch schon ganz gut kennengelernt hatte wollte ich in den Osten. Toronto!

Ein paar Kalkulationen und Graphen später (oh ja, die werdet ihr ertragen müssen) stand es fest, dass ich fliegen würde. Also: Per Anhalter zur Fähre, mit der Fähre nach Vancouver, von Vancouver nach Edmonton, 4 Stunden Aufenthalt und weiter nach Toronto. In Toronto ankommen uuuuund wir nähren uns “Heute.”

Das Hostel in das ich zunächst einbuchte wurde mir in Port Alberni empfohlen – oder sagen wir besser, mir wurde die 2005 Variante empfohlen. Es stelle sich nämlcih heraus, dass das “Global Village Backpackers” hostel mittlerweile dann doch ziemlich runtergekommen und alles andere als besonders angenehm war. Trotzdem hielt ich es knapp zwei Wochen dort aus, denn es war recht günstig.

Günstig! Gutes Stichwort. Ich sagte ja bereits, dass mir das Geld langsam ausging. Klar, in Edmonton konnte ich nicht Vollzeit arbeiten und so schwanden meine Reserven beängstigend schnell. Es hieß also einen Job finden! Craigslist wurde mir ans Herz gelegt (eine Onlineplattform für Kleinanzeigen aller Art) und so machte ich mich ans Werk. Dutzende Bewerbungen mit Anhang fanden ihren Weg über das weltweite Netz hin zu potenziellen Arbeitgebern.

Das Glück war auf meiner Seite und schon am zweiten Tag klingelte mein Handy (inzwischen mit neuer Toronto Nummer): t.o.night, eine kostenlose Abendzeitung im Sinne der “nadann…”, oder wie das Dingen heißt. 50% Werbung die den Abnehmer noch mal durchhirnwaschen soll bevor er seine Einkäufe erledigt, aber nach dem was ich von den Konsumenten gehört habe auch sonst eine ziemlich okaye Zeitung.

Am selben Abend also hieß es dann: Tasche um, Jacke an, Mütze auf (ein Bild mit mir und Nachrichtenjungenmütze gibt es nebenbei hier: http://twitpic.com/k1fh0 – schaut euch auch die anderen Bilder an, da bin ich z.B. auch als Zombie mit dabei!) und los verteilt! 3 Stunden von 15:20 bis 18:20, Montag bis Freitag, $11 / Stunde. Ihr rechnet das mal flugs aus und seht: Bei $150 in der Woche für das Hostel bleiben mir ca. $2 am Tag… Damit kommt man natürlich nicht weit!

Trotzdem blieb es eben für knapp zwei Wochen dabei, denn trotz intensiver Suche wollte sich nichts gutes auftun. Wie das aber eben gerne mal so ist: Eine Kollegin erzählte mir, dass ein Muffinshop Angestellte suchen würde, just im Gebäude vor dem sich ein Part der Verteiler trifft. Ich also am nächsten Tag direkt mit Resume die Rolltreppe runtergewackelt und was soll ich sagen: 10 Minuten später hieß es “Monday at 11!”

Und so erwarb ich mir meinen zweiten Job. Ich verkaufe Muffins, Kaffe und Krams dieser Sorten (überwiegend) an Business-Kunden (es ist ein Bürogebäude der 50 Stockwerke Art) und… das war’s im Grunde auch. Kopf braucht es da nicht so sehr wie fixe Hände und ein nettes Lächeln. Der Job ist prima, hat allerdings einen großen Haken: Aufstehen um 5 Uhr morgens.

Jetzt könnt ihr vielleicht verstehen, warum ich mich nicht gemeldet habe: Ich wache um 5 Uhr morgens auf, arbeite, habe ein, zwei Stundne Ruhe, arbeite wieder – und glaubt mir, energetisch Zeitungen in der Straße an den Mann bringen kann in der Kälte sehr anstrengend sein – und dann muss ich auch fast schon wieder ins Bett. Meine Tage sind also sehr kurz und das bisschen Freizeit das ich habe nutze ich gerne zur Entspannung (und so gerne ich auch schreibe, aber richtig entspannend ist es dann doch nicht und es frisst eben Zeit!)

Mit beiden Jobs mache ich jetzt nach meiner Rechnung ca. $1.700 im Monat – damit komme ich sehr prima über die Runden. Mal gucken wie es weitergeht!

War das jetzt so schwer und viel zu schreiben? Nein, aber der Schweinehund war riesig und die Müdigkeit ähnlich überwältigend. Ich hoffe, dass hat erst mal das eine oder andere beantwortet. Ich schwöre, ich werde die Eintragslücke füllen, das Inhaltsverzeichnis für die Strecke in der Mitte steht und (wie immer, aber diesmal wirklich) habe ich eine sehr gute Vorstellung wie ich das alles nachreichen werde. Also: Ich lebe und werde das jetzt auch wieder zeigen, Entschuldigung noch ein Mal für die Downtime. Aber stellt euch für jeden zweiten Absatz einen eigenen Artikel in dieser Länge vor und ihr wisst ca. was ich euch antun möchte, oder eben grade nicht, weil zu trocken und zu lang.

Ach ja: Fotos? Sieht’s im Moment böse mit aus, weil das Internet hier im Hostel alles andere als zuverlässig ist und besonders die Uprate mehr als zu wünschen übrig lässt. Ich werde versuchen mein Möglichstes zu tun! Über 150 Bilder habe ich schon in der Warteschlange, das lässt also hoffen. Gut, jaja, ich bin ein Meister der Enttäuschungen, aber mit ein bisschen Konsequenz bieg’ ich das schon hin. Immer fleißig auf die Finger hauen, dann wird’s was!